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Archive of posts published in the tag: Sicherheit
Jun
18

Aus der neuen zib: Rechtfertigungen ernst nehmen! Syrien und das Veto im UN-Sicherheitsrat

 

Von Holger Niemann

Seit 2011 ist der UN-Sicherheitsrat aufgrund von Vetos nicht in der Lage, aktiv in den syrischen Bürgerkrieg einzugreifen. Zwei Gründe sprechen dafür, die Rechtfertigungen dieser Vetos ernst zu nehmen: Erstens trägt eine Analyse von Rechtfertigungen zum Verständnis der sozialen Konstitution des Sicherheitsrats bei. Zweitens können Rechtfertigungen zur Politisierung der Situation genutzt werden, um von allen Beteiligten Gründe für das Versagen des gesamten Sicherheitsrats in der Syrien-Krise einzufordern. In diesem Blogbeitrag bezieht Holger Niemann die Überlegungen aus seinem Beitrag im neuen zib-Heft auf die aktuellen „Praktiken der Rechtfertigung im UN-Sicherheitsrat“.

Jul
28

Kritische Sicherheitsstudien und die Eigenlogik des Wissenschaftsbetriebs: Zum Niedergang der Critical Security Studies/Welsh School in den IB

 

von Steve Schlegel und Christoph Schuck

 

Mit dem Ende des Kalten Krieges begann nicht nur eine neue Ära in der internationalen Politik, auch in den Internationalen Beziehungen (IB) keimten eine Reihe neuer Ansätze auf. Heute, mehr als 25 Jahre nach dieser Entwicklung, haben sich einige dieser Ansätze, darunter etwa die Copenhagen School oder konstruktivistische (Meta-)Theorien, in dem Theoriediskurs der IB etabliert. Andere dagegen, wie die auch als Critical Security Studies (CSS) bezeichnete Welsh School, versanken weitgehend in der Bedeutungslosigkeit. Unser in der aktuellen zib veröffentlichter Beitrag sucht nach Gründen, die zum abnehmenden Stellenwert der CSS  innerhalb der IB geführt haben.

 

Feb
1

Sicherheit vs. Politik? Die ambivalente Politisierung der „Sicherheit“ in „unsicheren Zeiten“

 

von Hendrik Hegemann und Martin Kahl

 

In vermeintlich „unsicheren Zeiten“ wird das Thema Sicherheit zunehmend zum Gegenstand politischer und gesellschaftlicher Diskussion und Kontroversen. Das lässt eine pauschale Pathologisierung dieses Politikfeldes – als Sonderfall, der sich durch Geheimhaltung und Intransparenz dem „normalen“ demokratischen Prozess entzieht – problematisch erscheinen. In unserem Beitrag für die aktuelle zib[1] plädieren wir daher für eine komplexere Analyse sicherheitspolitischen Regierens und schlagen vor, dazu auf das Konzept der Politisierung zurückzugreifen. Aktuelle Politisierungsphänomene in diesem Bereich sind allerdings ambivalent und vollziehen sich nicht immer so wie von liberalen und kritischen Theoretiker_innen erwartet.