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Archive of posts published in the tag: Politikwissenschaft
Jul
18

Graue Theorie wird bunt: Experimente in der Theorie- und Methodenlehre

 

von Franziska Müller

 

Internationale Beziehungen zu lehren ist ab und an herausfordernd. Eine traditionsreiche und theorieverliebte Disziplin, die man mithilfe von „Denkschulen“ und „großen Debatten“ nur mühevoll (und verbunden mit Mythenbildung) einzuhegen vermag, ein hoher Abstraktionsgrad  und nicht zuletzt Empirie, soweit das Auge reicht – das  sind nur einige der Hürden, mit denen die Lehre in den IB konfrontiert ist. Umso mehr gilt es, Studierenden den Spaß am theoriegeleiteten Arbeiten zu vermitteln und einen praxisnahen Einstieg in Forschungsstrategien und Methoden zu gestalten. Die Blog-Serie in der zib inspiriert dazu, im Seminar unterschiedliche didaktische Wege auszuprobieren. Nach Literaturwikis und Konferenzsimulation werden hier weitere Praxisbeispiele vorgestellt, nämlich (1) ein Theoretiker-Speed-Dating, (2) die Arbeit mit Lernportfolios in der Methodenausbildung sowie (3) Meta-Plan-Moderation mit dem „House of IR“, das als Textgrundlage für eine kritische Debatte zur Theoriegeschichte unserer Disziplin dient.

 

Jun
6

Diskussion zum DVPW-Satzungsentwurf

 

Liebe Mitglieder der IB-Sektion,

Sie haben sicher erfahren, dass Vorstand und Beirat der DVPW inzwischen eine Reformvorschlag für eine neue Satzung des Verbandes vorgelegt haben, der noch bis 15. Juni kommentiert werden kann. Diese Kommentare sind vorzugsweise an die DVPW selbst zu richten, so wie dies auch auf der entsprechenden Website angeboten wird.

Wir drei Sprecher der IB-Sektion haben einen sehr positiven Eindruck von der vorgeschlagenen Reform gewonnen, wollen aber auch unsere Sektion noch einmal dazu auffordern, zur Meinungsbildung darüber beizutragen. Zu diesem Zweck stellen wir den Satzungsentwurf noch einmal hier auf dem zib-Blog ein und laden zur Diskussion ein. Wir wollen auf diese Weise gewährleisten, dass keine großen Fragen übersehen werden und dass die Diskussion in unserer Sektion zugleich von außen einsehbar ist. Das Begleitschreiben des DVPW-Vorstands und -Beirats mit Erläuterungen zur Satzungsreform finden Sie hier.

Schliesslich haben wir noch eine sehr wichtige Bitte: Bitte beteiligen Sie sich an der Abstimmung über die Satzungsänderung! Für die Satzungsänderung ist nach der alten Satzung die Mehrheit aller Mitglieder nötig. Um diese Beteiligung möchten wir Sie alle herzlich bitten, damit nicht weitere Verzögerungen in der Umsetzung entstehen.

Schon jetzt möchten wir Ihnen für Ihre Beteiligung danken. Wir sind davon überzeugt, dass es auf diese Weise möglich ist, den Verband in eine institutionell effiziente und fachlich anregende Zukunft zu führen.

Mit den besten Grüßen von
Margit Bussmann, Klaus Schlichte, Stephan Stetter (SektionssprecherInnen)

 

Mai
9

Editorial der zib 1/2016: Die Bedeutung der Deutung, bedeutend zu sein, oder: die Impact-Manie

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Impact ist notorisch schwierig zu messen, das hat uns die Governance- und Regimeforschung schon lange erklärt. Dennoch machen wir unverdrossen weiter und „messen“ unseren Impact, etwa mittels (mehr oder minder komplizierter Erfassungen) der Zitationen, die unsere Veröffentlichungen erhalten.

Obwohl wir wissen, dass die Zahl der Zitationen keineswegs die Qualität oder auch nur Wertschätzung hinsichtlich einer Arbeit ausdrücken muss; und obwohl wir wissen, dass sich hinter dem Instrument der Impactmessung teils massive Marktinteressen verbergen, greift diese Form der Impactmessung immer mehr um sich. In einem Experiment haben Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Magdeburg zuletzt gar zeigen können, dass Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen teils bereits so stark auf Impactmessungen trainiert sind, dass das Belohnungszentrum im Gehirn umso aktiver wird, je höher das Renommee der Zeitschrift, in dem ihre Aufsätze erscheinen (http://www.sueddeutsche.de/wissen/fachzeitschriften-falsche-waehrung-1.2888563) – Pawlow war nichts dagegen.

Zugleich bieten diese Formen der Impactmessungen etwa in Berufungskommissionen auch ein probates Mittel, Diskussionen zu standardisieren und die Lektüre der Schriften von Bewerberinnen und Bewerbern elegant abzukürzen – der Impactfaktor sagt doch alles, oder?

Angesichts der Auseinandersetzungen, die die zib und andere Zeitschriften zuletzt mit dem Marktführer in diesem Bereich, Thompson Reuter geführt hat, diskutiert das zib-Editorial [unten, unter „Read more“] diesmal über die „Bedeutung der Deutung, bedeutend zu sein“ und die Frage:

Wollen wir wirklich SSCI? Ihre Meinung ist willkommen!

 

Ihre zib-Redaktion

 

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Jan
25

Plädoyer für eine kritische Filmpolitologie

 

Zugegeben, die meisten von uns schauen gerne Filme, Dokumentationen und Serien: zu Hause, im Kino oder in der Bahn, alleine, mit der Familie oder mit Freunden. Warum also nicht auch Filme im Seminar nutzen oder den nächsten Aufsatz darüber schreiben? In der aktuellen Ausgabe der zib diskutieren Axel Heck und Gabi Schlag filmtheoretische und -methodische Ansätze, deren Kenntnis für den kritischen Umgang mit bewegten Bildern in den IB notwendig ist. In diesem Blog-Beitrag kritisieren sie den Einsatz von Filmen als Illustration von IB-Theorien und plädieren für einen differenzierten Umgang mit dokumentarischen und fiktionalen Genres in der Lehre und der Forschung.

 

von Axel Heck und Gabi Schlag

Jan
8

Mehr Emotionstheorie wagen! – Zu Simon Koschuts „Macht der Gefühle“

 

Ignorieren können und sollten die Politikwissenschaften Emotionen nicht – wir verstehen das Verhalten von Staaten nicht, wenn wir sie auf rationale Motive reduzieren. Trotzdem scheinen die Internationalen Beziehungen mit diesem Gegenstand theoretisch nicht richtig warm zu werden. Wie kann man das ändern? Welche theoretischen Ansätze bieten sich an, und welche sind besonders geeignet, politische Praxis besser zu verstehen?

 

Von Judith Mohrmann

Okt
1

Editorial zur zib 2/2015:
Ich glaub’, ich bin im falschen Film…

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die nächste Ausgabe der zib erscheint erst Ende November. Hier können Sie das Editorial aber jetzt schon lesen – und kommentieren.

Ihre zib-Redaktion