1. Mitgliederversammlung beim DVPW Kongress in Frankfurt am Main

Die Mitgliederversammlung der Sektion fand am Mittwoch, den 26. September 2018 von 12.30 Uhr bis 14 Uhr statt. Das amtierende SprecherInnenteam (Margit Bussmann, Stephan Stetter, Klaus Schlichte) berichtete über die Aktivitäten der vergangenen drei Jahre und wurde von der Versammlung entlastet. Auf Wunsch der DVPW hat das SektionssprecherInnenteam der Versammlung den Entwurf einer neuen Geschäftsordnung der Sektion vorgelegt, der mit großer Mehrheit angenommen wurde und zukünftig auf der Homepage der DVPW verfügbar sein wird. Nach der neuen Geschäftsordnung hat die Versammlung mit Sophia Hoffmann, Anja Jakobi, Kai Koddenbrock und Diana Panke ein neues vierköpfiges SprecherInnenteam gewählt. Die Offene Sektionstagung ist für 2020 in Freiburg geplant, daneben werden weitere Workshops mit offenen Calls organisiert. Auf der Versammlung wies Gunther Hellmann auf die 2020 in Cancún stattfindende Konferenz des World International Studies Committee (WISC) hin. Die IB-Sektion ist über die DVPW institutionelles Mitglied der WISC. Gunther Hellmann hob die hier besonders erwünschten und geförderten Verbindungen mit KollegInnen aus dem Globalen Süden hervor.

  1. Schliersee-Tagung im Juni

Vom 7. bis 9. Juni 2018 fand in Schliersee eine von Klaus Schlichte und Stephan Stetter organisierte internationale AutorenInnenkonferenz der Sektion zum Trialog zwischen IB, Geschichtswissenschaft und Historischer Soziologie zum Thema »The Presence of the Past: The Colonial in Global History« statt. Die Tagung wurde unter anderem durch Mittel der DFG gefördert und war als Autorentagung konzipiert. Mit den TeilnehmerInnen wird es ein zweites Autorentreffen im Frühling 2019 geben, um eine gemeinsame Publikation weiter vorzubereiten.

 

  1. Anschriften der SektionssprecherInnen

Dr. Sophia Hoffmann (geschäftsführend April-Dezember 2020)
Leiterin der Nachwuchsgruppe »Learning Intelligence«
Leibniz-Zentrum Moderner Orient
Kirchweg 33, 14129 Berlin
Sophia.hoffmann@zmo.de

Prof. Dr. Anja P. Jakobi (geschäftsführend bis Juni 2019)
Lehrstuhl für Internationale Beziehungen
TU Braunschweig, Bienroder Weg 97
38106 Braunschweig
a.jakobi@tu-braunschweig.de

Dr. Kai Koddenbrock (geschäftsführend Juli 2019-März 2020)
Vertretungsprofessor für International Political Studies
Universität Witten-Herdecke
Alfred-Herrhausen-Straße 50, 58455 Witten
kai.koddenbrock@posteo.de

Prof. Dr. Diana Panke (geschäftsführend Januar-September 2021)
Professur für Governance in Mehrebenensystemen
Seminar für Wissenschaftliche Politik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Belfortstr. 20, 79085 Freiburg
diana.panke@politik.uni-freiburg.de

 

 

  1. Nachwuchsgruppe der Sektion:

Kurzbericht der 13. Nachwuchstagung in Tutzing, 20. bis 22.4.2018

Vom 20. bis 22. April 2018 fand in der Akademie für Politische Bildung Tutzing die 13. Tagung der Nachwuchsgruppe der DVPW-Sektion »Internationale Beziehungen« statt. Unter dem Titel »Sicherheit – Wirtschaft – Gesellschaft: Theorien und Problemfelder internationaler Beziehungen« kamen mehr als 40 Nachwuchswissenschaftler/innen zusammen. Aus den 39 eingesandten Vorschlägen sind durch ein anonymes Begutachtungsverfahren 25 zur Vorstellung ausgewählt worden. Um diese Papiere konstruktiv zu diskutieren, konnten auch für die diesjährige Tagung wieder etablierte Fachvertreter/innen als Kommentator/innen gewonnen werden.

Im Rahmen der Versammlung der Nachwuchsgruppe wurden Michael Giesen (Freie Universität Berlin), Julia Gurol (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und Maria Ketzmerick (Philipps-Universität Marburg) als neue Sprecher/innen der Nachwuchsgruppe für zwei Jahre gewählt. Sie treten die Nachfolge von Katharina Emschermann (Universität Bremen), Berenike Prem (Universität Witten/Herdecke) und Sebastian Schindler (Goethe Universität Frankfurt) an, denen die Nachwuchsgruppe herzlich für ihr tatkräftiges Engagement dankt. Als neue stellvertretende Sprecher/innen wählte die Nachwuchsgruppe Friedrich Plank (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Tina Rosner (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) und Johanna Speyer (Johannes Gutenberg-Universität Mainz).

Neben der konstruktiven Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen Beiträgen der Teilnehmer/innen bot die Tagung auch Raum für den Austausch über Belange und Interessen des IB-Nachwuchses. Am ersten Abend fand eine Podiumsdiskussion zum Thema »Stellen wir die richtigen Fragen? Die gesellschaftliche Relevanz politikwissenschaftlicher (Nachwuchs-) Forschung« statt. Unter der Moderation von Katharina Emschermann diskutierten Kai Koddenbrock (Universität Duisburg-Essen), Sophia Hoffmann (Leibniz-Zentrum Moderner Orient), Tanja Börzel (Freie Universität Berlin) und Klaus Dingwerth (Universität St. Gallen) teils kontrovers über das Verhältnis und die Positionierung wissenschaftlicher Forschung zu bzw. in gesellschaftlichen Diskursen über aktuelle, politische Themen. Im Fokus standen dabei unter anderem die Fragen, wie politisch politikwissenschaftliche (Nachwuchs-)Forschung derzeit ist, sein sollte bzw. unten den vorherrschenden Bedingungen sein kann. Bei der Diskussion herrschte weitgehende Übereinstimmung, dass politikwissenschaftliche Forschung immer eine politische Dimension hat und Forschende gleichzeitig wissenschaftlich arbeiten und eine eigene Meinung vertreten könnten. Zudem haben die Teilnehmenden betont, dass die Lehre als Kernbestandteil wissenschaftlicher Arbeit ebenfalls einen sehr relevanten Beitrag zur Gesellschaft und zu zeitgenössischen Debatten ist. Ebenso argumentierten die Teilnehmenden, dass sich die direkte Wirkung von Forschung oft in der Aufklärung von Missverständnissen und Sachfragen öffentlicher Kontroversen entfalten kann. Allerdings war das Spannungsverhältnis zwischen wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz in vielen Beiträgen prägend, welches sich insbesondere für junge Forschende beispielsweise in Anreizstrukturen wie Publikationsdruck und Impact-Faktoren ausdrückt, die – so oft der Tenor – fehleitend für einen größeren gesellschaftlichen Austausch sind. Als Fazit sollte die Frage nach relevanten wissenschaftlichen Fragen stets selber eine zentrale Frage bleiben und alle Forschende dazu animieren, zu beachten, was nicht gefragt wird.

Am zweiten Abend fand die Nachwuchsversammlung statt. Der Schwerpunkt unserer Diskussion lag auf den aktuellen Beschäftigungsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses, der strukturellen Repräsentation des Nachwuchses in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung – samt eines Berichts zu laufenden Nachwuchs-Initiativen –  sowie Anregungen für kommende (Nachwuchs-)Tagungen. Die Sprecher/innen der Jahre 2016 bis 2018 präsentierten hierzu Zahlen und Trends zur aktuellen Beschäftigungs- und Arbeitssituation des Nachwuchses. Des Weiteren stellten sie den Stand verschiedener Nachwuchsinitiative, wie den Arbeitskreis »Außen« (Außenkommunikation im politischen Bereich) und Arbeitskreis »Innen« (Förderung guter Praxis in Hochschulen und Instituten), vor (siehe Mitteilung in zib 2/2016). Aus letzterem entstand während des Nachwuchstreffen der Sektion auf der fünften »Offenen Sektionstagung« in Bremen (September 2017) der Arbeitskreis »Reform«, der sich für eine bessere Vertretung und Teilhabe des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung der DVPW, ihrer Sektionen und der DFG einsetzt.

Die alten und neuen Nachwuchssprecher/innen möchten im Namen der Nachwuchsgruppe nochmals allen Teilnehmenden, den Kommentator/innen und der Akademie für Politische Bildung Tutzing für ihr Engagement und ihre Unterstützung danken. Die 14. Tagung der Nachwuchsgruppe wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 stattfinden.

 

  1. Anschriften der NachwuchsprecherInnen der Sektion

Michael Giesen
Freie Universität Berlin
Graduiertenkolleg »Human Rights under Pressure – Ethics, Law, and Politics«
Boltzmannstraße 3, 14195 Berlin
michael.giesen@fu-berlin.de

Julia Gurol
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Lehrstuhl für Governance in Mehrebenensystemen
Belfortstraße 20, 1. OG Hinterhaus, 79085 Freiburg
julia.gurol@politik.uni-freiburg.de

Maria Ketzmerick
Philipps-Universität Marburg
Zentrum für Konfliktforschung/Center for Conflict Studies
Ketzerbach 11, 35032 Marburg
maria.ketzmerick@staff.uni-marburg.de