Replik des Autors auf Jannik Pfisters Kommentar zum Beitrag „Internationale Autorität. Zwei Perspektiven“ in der zib 1/2016

von Georg Simmerl

 

Jannik Pfister gebührt aufrichtiger Dank für seinen Kommentar, denn erst durch ihn wird realisiert, was der Artikel „Internationale Autorität: Zwei Perspektiven“ erreichen wollte – eine Debatte. Besonders begrüßenswert macht den Kommentar darüber hinaus, dass diese Debatte durch ihn zu einer wird, die auch innerhalb der kritischen IB-Theorie oder, wenn man so will, zwischen kritischen Ansätzen unterschiedlicher Couleur geführt wird – was eher eine Ausnahme sein dürfte. Allerdings werden in Pfisters Kommentar maßgebliche Impulse nicht wahrgenommen, die zumindest nach meinem Dafürhalten in unserem Artikel für eine derartige Debatte angelegt waren. Stattdessen ist er im Modus einer gelehrsamen Foucault-Exegese verfasst, die als solche vor allem Symptom einer grundsätzlicheren Schwäche der IB und insbesondere ihrer kritischen Beiträge ist. Da aber zumindest für das nicht-wahrgenommene Potential des initiierenden Artikels im Zweifel nicht der Kommentator verantwortlich gemacht werden kann, sondern nur der Artikel selbst, werde ich diese Impulse zuerst nochmals zu klären versuchen (I.). Danach widme ich mich den Problematiken der Foucault-Exegese – sowohl substantiell als auch symptomatischen, als Ausdruck des Zustands der kritischen Theorie in der IB (II. und III.).

In Abstimmung mit meinem Koautor antworte ich in dieser Replik alleine, weil sich Pfisters Kritik vor allem auf die kritische Perspektive fokussiert und ich im Schreibprozess für deren Formulierung verantwortlich war. Dadurch ergibt sich zugleich die Möglichkeit, expliziter auf die zugrunde liegende Frage, wie kritische IB-Theorie zu praktizieren ist, einzugehen.

 

I. Autorität und Komplementarität

Was in Pfisters Kommentar etwas untergeht, aber worauf man womöglich doch nochmals hinweisen muss: In unserem Artikel ging es nicht um Foucault oder eine ihm zugeschriebene Theorie, sondern um Autorität in der Weltpolitik. In Pfisters Kommentar ist kein Hinweis darauf enthalten, wie internationale Autorität als Phänomen präziser zu theoretisieren wäre, wie man in kritischer Absicht überzeugender Verwendung von dem Konzept machen könnte oder welches Autoritätsverständnis dem wahren Foucault gerechter werden würde. Er arbeitet nur heraus, dass die Art und Weise, wie die kritische Perspektivierung bei ihrer Auseinandersetzung mit internationaler Autorität auf Foucault Bezug nimmt, dessen Theorie widersprechen würde. Diese sei nicht nur darauf zurückzuführen, dass unterschiedliche kritische Ansätze in einer Perspektive vereinheitlicht würden. Sondern vor allem auch, weil diese Perspektive unter der Prämisse formuliert sei, in einem Komplementaritätsverhältnis zur reflexiv-liberalen Autoritätskonzeption zu stehen.

Zwar sollte man sich hinsichtlich des Vorwurfs, gegen eine wie auch immer geartete Foucault-Dogmatik verstoßen zu haben, sofort und ohne jegliches Nachdenken schuldig bekennen. Aber der zweite Teil des Einwands zeigt doch, dass es hier Grundsätzlicheres zu diskutieren gilt. Daher einige Erläuterungen zu den Fragen „Warum Autorität aus einer kritischen Perspektive?“ und „Warum unter der Prämisse der Komplementarität?“.

Autorität als Konzept verweist auf ein Paradox aus freiwilliger Unterordnung bei faktischer Einflussausübung und hat eine lange Tradition in der kritischen Sozialtheorie, die in dem ursprünglichen Artikel zumindest angedeutet wurde. In den IB findet es mittlerweile mannigfache Anwendung – und es hat zugleich (etwa gegenüber dem Konzept der Herrschaft) den Vorteil, dass es an die internationale Diskussion in englischer Sprache unmittelbar anschlussfähig ist. Angesichts der Geschichte, die das Konzept der Autorität auch an der Frankfurter Universität hat (Horkheimer usw.), muss man fast überrascht sein, dass von der dortigen IB-Abteilung bislang nur zu hören war, Autorität sei notwendiger Weise liberal konnotiert und blende Widerstand aus –[1] Pfisters Beitrag ist in dieser Hinsicht leider auch nicht mehr zu entnehmen. In jedem Fall gibt es aber unabhängig von dieser Behauptung in der gegenwärtigen IB eine Vielzahl von  Anwendungen des Konzepts durch kritische Forscher – und diese Ansätze galt es bei dem Ziel, eine kritische Perspektive zu formulieren, auf ihre einenden theoretischen Prämissen zu befragen, da sie nur selten expliziert werden.

Gegen dieses Vorgehen kann man nun mit gutem Recht Einspruch erheben, man kann darin eine veraltete Entgegensetzung von kritischer und problemlösender Theorie erkennen und die „kritischen Potentiale“ der einzelnen Ansätze bedroht sehen. Es muss aber zumindest darauf verwiesen werden, dass in unserem Artikel nicht nur die  Diversität der zusammengeführten Ansätze als Grund dafür anerkannt wurde, warum die Konturen der kritischen Perspektive prekär seien (S.54). Darüber hinaus wurde auch bekräftigt, dass sie vor allem von einer einenden Theoriepolitik zusammengehalten würden, die darin besteht, den Rezipienten von der kritisierten Realität zu entfremden, wobei der Modus der Kritik aber zwischen den unterschiedlichen Ansätzen umstritten bleiben müsse (S. 54, FN 25).

Womöglich ist aber der Stein des Anstoßes gar nicht, dass einzelnen Ansätzen durch dieses Vorgehen schweres Unrecht wiederfahren sein könnte (auf spezifische Fragen zur Foucault-Exegese wird weiter unten noch eingegangen). Das größere Problem scheint vielmehr die Prämisse der Komplementarität zu einer reflexiv-liberalen Autoritätskonzeption zu sein. Es mag in der Tat befremdlich und erklärungsbedürftig wirken, dass in einem Artikel zwei konträre theoretische Perspektiven formuliert werden. Aber darin, wie Pfister, eine „Vernunftehe“ zu wittern, die bei aller behaupteten Differenz am Ende doch nur eine reflexiv-anerkennungstheoretisches Allerlei zu verbreiten habe, geht beinahe an allen substantiellen Ausführungen unseres Artikels vorbei. Auch wenn in den gemeinsamen Teilen des Artikel manche Kompromissformulierung vorhanden sein mögen, die ich so nicht in einen eigenen Artikel schreiben würde, handelt es sich letztlich um einander widersprechende Betrachtungsweisen des gleichen Phänomens (vgl. S. 63/64). Mit dem Versuch, zwei komplementäre Perspektiven auf internationale Autorität zu formulieren, war nicht das Ziel verbunden, das gesamte theoretische Feld der IB zu kolonisieren. Wer nicht über Autorität sprechen will, kann dies auch weiterhin unterlassen. Es ging und geht allein darum, wieder eine tatsächliche Debatte zwischen konträren Ansätzen möglich zu machen, die mit den gleichen Begriffen operieren und einander nicht als Strohmänner behandeln, sondern ihre theoretischen Prämissen offen legen.

 

II. Zum Zustand der kritischen IB

Die Voraussetzungen für eine derartige Debatte, in der die Streitpartnerinnen sich darum bemühen mit den gleichen Begriffen zu operieren und über die gleichen Phänomene zu sprechen, sind aber in der Gegenwart nicht die besten – und das hat insbesondere auch mit dem Zustand der kritischen IB zu tun. Es ist ja nun nicht so, dass es eine notwendig widerständige, konfrontationssuchende Praxis wäre, kritische IB-Theorie zu betreiben. Sogar definitiv nicht mehr, seit sie sich institutionell etabliert hat. Sie hat ganze Forschungseinheiten hervorgebracht, der Zugang zu den großen journals steht ihr offen, Forschungsanträge können explizit auf ihr fußen, ohne dass dies die Erfolgsaussichten der Anträge in irgendeiner Weise schmälern würde. Auch wenn sie gerade für jüngere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen noch immer das Versprechen bereithält, der eigenen Forschungsarbeit irgendeinen Einfluss auf die Welt oder zumindest eine politische Beziehung zu ihr zu geben, ist durch die Institutionalisierung der kritischen IB das Gegenteil eingetreten. Denn sie hat es gar nicht mehr nötig zu streiten, zu kritisieren und den Anspruch aufrechtzuerhalten, auf die Welt einzuwirken. Sie kommt mittlerweile problemlos mit sich selbst zurecht und muss auch gar nicht mehr die direkte Auseinandersetzung mit der problemlösenden Theorie suchen – denn Posten, Forschungsgelder und Publikationsmöglichkeiten sind auch ihr selbst schon sicher. Unter diesen Voraussetzungen kann man sich sogar bisweilen noch ein theoretisches oder begriffspolitisches Scharmützel liefern, ohne aber daraus irgendwelche Konsequenzen für sich, für die eigene Forschung oder für die Welt ziehen zu müssen.

 

III. Die Leiden des ewigen Foucault

Man kann es als ein Symptom dieses verknöcherten und selbstgenügsamen Zustands begreifen, wenn die Werke derjenigen „großen Philosophinnen und Philosophen“, die einstmals die vielen Anfänge der kritischen IB-Theorie gewesen sind, jetzt wie monolithische Blöcke behandelt werden, denen man sich zur Gänze verschreiben kann, die eine einheitliche Theorie liefern, derer man sich in Forschungsprojekten nur bedienen müsste. Der tote Philosoph wird so zu einer Autorität, dessen wörtliche Aussagen man schützen und verewigen will, statt sie weiterzudenken. Gerade mit Bezug auf Foucault wurde die begrenzte Produktivität einer derartigen Dogmatisierung schon vielfach in der IB-Literatur diskutiert.[2]

Damit soll nicht insinuiert werden, dass man kritische IB-Theorie betreiben könnte ohne sich in das Werk eines Denkers oder einer Denkerin zu vertiefen. Oder dass man nicht mehr anhand von Primärtexten Theoriedebatten führen sollte. Es soll nur darauf hingewiesen werden, dass aus den Texten keine einheitliche Theorie herausgelesen werden kann, vor allem nicht aus den unzähligen Vorlesungen, Büchern, Interviews und Vorträgen Foucaults. Nur ein Beispiel. Pfister weiß: „Herrschaftszustände sind für Foucault der Ausnahmefall, der Regelfall sind Machtbeziehungen oder Formen der Regierung.“ Auch wenn die klare Abgrenzbarkeit von Herrschaft, Macht und Regierung textimmanent nicht zu belegen ist, könnte man nun darauf verweisen, dass es in der Vorlesung „In Verteidigung der Gesellschaft“ aber doch so von Herrschaftsverhältnissen wimmelt.[3] Foucault begann dort (zumindest in der deutschen Übersetzung) Herrschaft als zentrale Analysekategorie genealogischen Denkens einzuführen, benutzte sie aber später nicht mehr. Was folgt daraus für Foucault‘s „Theorie“? Genau: Nichts! Er spielte mit einem Begriff, verwarf ihn wieder, seine Nachfahren können daran (oder jeden anderen seiner Gedanken) im nominalistischen Sinne anknüpfen, aber wissen, „was für Foucault der Regelfall gewesen ist“, um sich daraus eine sozialwissenschaftliche Theorie zu bauen, können sie beileibe nicht, auch wenn sie es behaupten würden.

Einmal abgesehen von diesen grundsätzlichen Differenzen in der Frage, wie man mit Foucault und seinen Schriften umgehen sollte, hat Pfister fraglos präzise herausgearbeitet, dass Spannungen zwischen der Ausformulierung der kritischen Perspektive auf internationale Autorität und vielen von Foucaults Ausführungen zur Machtanalytik bestehen. Der einfache Grund dafür ist, dass es nicht das Problem der kritischen Perspektive war, eine Foucaultianische Theorie der Autorität zu formulieren. Sondern es ging darum, bestehende Verwendungen des Autoritätskonzepts in der kritischen IB auf ihren theoretischen Gehalt hin zu befragen und diesen kenntlich zu machen (insbesondere auch gegenüber liberalen Verwendungen). Warum diese Explikation entlang mancher Gedankengänge von Foucault geführt wurde, ist in unserem Artikel erklärt worden: Foucaults Gedankengänge bringen besagten theoretischen Gehalt vieler Arbeiten, die Autorität kritisch verwenden, zugespitzt auf den Punkt (S.49). Und dies nicht zuletzt, weil Foucault zur zentralen Inspirationsquelle für kritische IB-Theoretiker*innen unterschiedlichster Färbungen geworden ist (S. 49, FN 19).

Das  zweifellos größte Problem hinsichtlich „der Vereinbarkeit mit Foucault“, auf das Pfister hinweist, ist die Rückführung von Autoritätsbeziehungen auf eine angebbare Zahl von folgebereiten Akteuren. Damit sollte aber in keiner Weise ein „mikrosoziologischer Foucault“ propagiert werden. Foucault war kein Soziologe und damit schon gar kein Mikrosoziologe. Mit dem „gleichsam mikrosoziologischen“ Akteursbezug, der nicht zuletzt im Autoritätskonzept selbst angelegt ist, sollte vielmehr die Art und Weise erfasst werden, wie dieses Konzept von kritischen Ansätzen zur Anwendung gebracht wird. Diese Verwendungsweisen in der gegenwärtigen IB verweisen nicht nur auf einen theoretischen Trend.[4] Sie haben gerade deshalb auch etwas mit dem „Foucault-Effekt“ zu tun, mit der Wirkung, die seine Text in den IB entfaltet haben, mit seiner Forderung nach einer relationalen „Mikrophysik der Macht“, nach einer „aufsteigenden Machtanalyse“ von ihren Verästelungen in den kleinsten Praktiken bis zu ihren globalen Ausprägungen in der Gouvernementalität, die aber dennoch stets über Subjektivierungsweisen auf der Ebene der Individuen operiert. Warum sollte man mit diesen Begrifflichkeiten nicht auch analysieren können, wie und warum Autorität in konkreten sozialen Beziehungen möglich ist und wirkt? Zumindest im wegweisenden Vortrag „Was ist Kritik?“ spricht sogar Foucault über Autorität, als er die Haltung, nicht regiert werden zu wollen, die er implizit auch mit seinem eigenen Schaffen identifiziert, in eine antiautoritär-aufklärerische Tradition stellt.[5]

Unklar bleibt in Pfisters Ausführungen des Weiteren, warum aus einem akteurszentrierten Autoritätsverständnis die Fortführung der Staatsidee folgt und somit auch letzten Endes Autorität in ihrer kritischen Perspektivierung etwas bleibt, das besessen wird. Vielleicht rührt diese Unklarheit auch daher, dass die Kritik an der Verwendungsweise der Wissensordnungen und des Fokus auf Autoritätsausübung – zumindest für mich – weniger nachvollziehbar war als die am Akteurszentrismus. In jedem Fall, und das nur im Sinne eines Klärungsversuchs, verweist der Begriff der Wissensordnungen auf die strukturellen Möglichkeitsbedingungen von Autoritätsbeziehungen, die in kritischen Konzeptionen als Gegengewicht zu einer einseitigen Akteursfixierung zu verzeichnen sind. Die Frage nach der Autoritätsausübung wiederum bezieht sich auf die Aktualisierung der konstitutiven Wissensordnungen in Praktiken und denkt dabei auch den Beitrag der sich unterordnenden Akteure mit. Inwiefern hiervon nicht die von Pfister bekräftigte „unhintergehbare Formung von Akteur und Handlung durch Wissen“ erfasst werden kann oder in welcher Weise damit einseitig die Kapazität eines (übergeordneten) Akteurs und nicht die Relation anvisiert wird, müsste nochmals ausführlicher geklärt werden.

Auch wenn die Debatte für sich schon ein produktiver Dissens gewesen sein könnte, würde deren Weiterführung aber wohl nur Sinn machen, wenn man über internationale Autorität reden will. Es gibt unzählige gute Gründe, sich nicht für dieses zweifellos konstruierte Problem zu interessieren und stattdessen eine Machtanalytik nach Foucault zu betreiben, ohne jemals von Autorität zu sprechen. Aber auch dann würde sich die grundsätzliche Frage stellen: Wie weiter mit Foucault, im Angesicht unserer Gegenwart? Foucault hoffte, seine Werke würden ein perspektivisches Wissen für die Kämpfe seiner Gegenwart liefern. Aber zugleich forderte er seine Rezipienten auch auf, damit zu machen, was sie wollen. Seitdem ist eine gute Zeit vergangen und man kann sich nicht sicher sein, dass seine Aussagen noch zu den Kämpfen unserer Gegenwart passen. Man muss das, was Foucault stets nur angedeutet hat, weiterdenken und mit neuen Problemen konfrontieren, statt in seinen Schriften nach einer letztgültigen Theorie zu suchen. Als totes Wort ist die Kritik heute die beste Partnerin der Regierungskünste. Erst wenn sie wieder versucht, diese laufend beim Wort zu nehmen, kann sie ihre effektive Widersacherin werden.

 

 

[1] Vgl. Daase, Christopher/Deitelhoff, Nicole 2015: Jenseits der Anarchie: Widerstand und Herrschaft

im internationalen System, in: Politische Vierteljahresschrift 56: 2, 299-318.

[2] Vgl. Selby, J. (2007): Engaging Foucault: Discourse, Liberal Governance and the Limits of Foucauldian IR, in: International Relations 21 (3): 324-345; Chandler, David (2010): Forget Foucault, Forget Foucault, Forget Foucault…, in: International Political Sociology 4 (2): 205 – 207.

[3] Foucault, M. (2001): In Verteidigung der Gesellschaft: Vorlesung am Collège de France (1975-1976), Frankfurt a.M.: Suhrkamp, v.a. S. 13 – 82.

[4] Vgl. Solomon, Ty/Steele, Brent (forthcoming): Micro-Moves in International Relations Theory, in: European Journal of International Relations, http://ejt.sagepub.com/content/early/2016/07/06/1354066116656764.full.pdf+html

[5] Foucault, M. (2010): Was ist Kritik?, in: Bröckling, U. (Hrsg.): Michel Foucault: Kritik des Regierens. Schriften zur Politik, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 237-257.

 

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Georg Simmerl ist Doktorand am Institut für Kulturwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit der Diskursgeschichte transnationaler Wirtschaftskrisen in der deutschen Öffentlichkeit.