Liebe Leserinnen und Leser,

die SprecherInnen der DVPW-Sektion »Internationale Beziehungen« haben Neuigkeiten. Die aktuellen Mitteilungen der Sektion finden Sie jetzt hier auf dem zib-Blog – und natürlich in der nächsten zib, die im Mai/Juni 2016 erscheint.

 

Viel Spaß beim Lesen,

die Redaktion

 

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  1. Call for Papers

»Wo kommen denn all die kleinen (und großen) Daten her? Reflektionen über die Generierung und Bereitstellung von empirischen Forschungsdaten«: Tagung der DVPW Sektion »Internationale Beziehungen« vom 12. bis 13. Januar 2017 in Greifswald

Der Erhebung empirischer Daten kommt in den Internationalen Beziehungen eine zentrale Rolle zu. Bereits bei der Auswahl des zu untersuchenden Materials trifft die Forscher/-in wegweisende Entscheidungen und lässt Werturteile in die wissenschaftliche Arbeit einfließen. Welche Formen von Erfahrung finden als Daten überhaupt Eingang in den wissenschaftlichen Diskurs? Eine kritische und reflexive Auseinandersetzung mit dieser wichtigen Phase des empirischen Forschungsprozesses kommt aber oft zu kurz und soll daher in dieser Tagung im Fokus stehen.

Sowohl qualitative als auch quantitative Forschungsarbeiten sehen sich mit der Problematik der intersubjektiven Nachvollziehbarkeit aller Etappen des Forschungsprozesses konfrontiert. Eine für Replikationen notwendige Transparenz in der Offenlegung der verwendeten Quellen und Kodierungsentscheidungen im Datengenerierungsprozess wird zunehmend angemahnt, stellt viele Forscher/-innen aber auch vor gravierende Probleme. Quellen können voreingenommen und nicht unabhängig vom Beobachter sein. Forschungsdaten können auf unpräzisen und wenig eindeutigen Schätzungen basieren, und nicht alle Beobachtungen sind den vorab gebildeten Kategorien zuordnungsbar. Inwiefern wissenschaftliche Forschung durch die Erhebung von Daten selbst erst eine gesellschaftliche Wirklichkeit konstruiert, ist eine weitere Problematik, die im Rahmen der Tagung diskutiert werden soll. Zudem sind Forscher/-innen bei der öffentlichen Bereitstellung der Daten mit nicht unerheblichen praktischen Problemen konfrontiert.

Die Tagung der Sektion für Internationale Beziehungen gibt den Teilnehmer/-innen die Möglichkeit, eine kritische Diskussion zu Qualitätskriterien bei der Erhebung empirischen Datenmaterials in den IB zu führen. Der Dialog zwischen den methodologischen Schulen soll dabei Synergieeffekte sowohl für die quantitative als auch die qualitative Forschung aufzeigen.

Wir begrüßen Papiere zu folgenden Themenbereichen:

  • Transparenz und Qualitätsstandards in der Datenerhebung
  • Herausforderungen in der öffentlichen Datenbereitstellung
  • Wirklichkeitskonstruktion durch Datenerhebung
  • Subjektivität und Objektivität in der Diskussion von Daten
  • Selektionsbias und Beobachterunabhängigkeit

Abstracts von max. 400 Wörtern Länge können bis zum 31.5.2016 bei Margit Bussmann, Universität Greifswald (bussmann@uni-greifswald.de) und Klaus Schlichte, Universität Bremen (kschlich@uni-bremen.de) eingereicht werden. Der Tagungsort ist das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in Greifswald. Konferenzgebühren fallen nicht an, allerdings können voraussichtlich auch keine Reise- oder Übernachtungskosten übernommen werden.

 

  1. Buchreihe der Sektion

Die Herausgeber_innen der beiden Sektionsschriftenreihen beim Nomos Verlag sowie das Sektionssprecherteam haben entschieden, dass die beiden Schriftenreihen »Weltpolitik im 21. Jahrhundert« und »Internationale Beziehungen« zusammengelegt werden. Die Schriftenreihe der Sektion firmiert von nun ab unter dem Titel »Internationale Beziehungen«. Publikationssprache ist grundsätzlich Deutsch, das Einreichen englischsprachiger Manuskripte wird aber ebenfalls möglich sein. Statt eines automatischen Druckkostenzuschusses für Habilitationen diskutieren die Herausgeber_innen derzeit ein kompetitives Verfahren zur Auswahl besonders herausragender Manuskripte.

 

  1. Reformdebatte DVPW

Vorstand und Beirat haben in den vergangenen Monaten einen weitgehenden Konsens über zentrale Punkte einer neuen Satzung erzielt. Die IB-Sektion ist mit Klaus Schlichte in der hierfür zentralen Task Force vertreten gewesen und trägt die Reformüberlegungen grundsätzlich mit:

  • Die Wahl von Vorsitzender/Vorsitzendem und Vorstand soll zukünftig durch die Mitglieder (statt durch die Mitgliederversammlung) über ein entsprechend gesichertes elektronisches Verfahren erfolgen.
  • Einen Beirat wird es in der jetzigen Form nicht mehr geben (da er dem Vorstand seit vielen Jahren funktional ohnehin gleichgestellt war). Stattdessen soll der neue Vorstand neun Mitglieder (statt bisher sechs) haben.
  • Eine vom Vorstand unabhängige Wahlkommission nimmt Nominierungen und Kandidaturen für den Vorsitz und Vorstand entgegen und ermutigt ggf. Mitglieder zur Kandidatur.

Derzeit geht es noch darum, ein für die elektronische Wahl geeignetes Wahlverfahren zu entwickeln. Hier geht es etwa um die Frage, wie viele Stimmen zu vergeben sein sollen, ob Kumulieren möglich sein soll, oder ob ein Präferenzwahlsystem sinnvoll wäre.

 

  1. Konferenzkalender

A) 10th Pan-European Conference on International Relations, European International Studies Association (EISA), 7. bis 10. September 2016, Izmir (Türkei), http://www.paneuropeanconference.org/2016/

Der Sektionsvorstand hat sich einem »Public Statement of the Presidents of Professional Associations on ›International Studies‹ Regarding the Persecutions of Academics in Turkey« angeschlossen, siehe hierzu http://eisa-net.org/be-bruga/eisa/files/public-statement-turkey.pdf sowie http://www.eisa-net.org.

B) Dreiländertagung »Regionalismus in einer entgrenzten Welt«, Gemeinsame Tagung der DVPW (D), der ÖGPW (A) und der SVPW (CH), 29.9. bis 1. Oktober 2016, Heidelberg, http://www.dvpw.de/kongresse/3-laender-tagungen/3-laender-tagung-2016.html

C) The »Call for Sections, Panels and Papers« for WISC’s 5th Global International Studies Conference has been issued (http://www.wisc2017.org/call-for-papers/). The Conference with the theme »Dialogue Across Borders in Turbulent Times: Addressing Global Challenges« will take place from 1-3 April 2017 at National Taiwan University (NTU), Taipei, Taiwan. At this point the organizers are particularly keen to invite submissions for sections.

WISC will also sponsor, on a competitive basis, a limited number of one-day Research Workshops immediately preceding the 5th Global International Studies Conference. Normally 10 to 15 scholars (preferably junior scholars and/or scholars from the Global South) would participate in such an event. Up to US$ 3.000 will be provided per workshop based on a budget. Section or Panel themes might serve as a basis for a more detailed proposal for Research Workshops. A more detailed »Call for Research Workshop Proposals« will be issued by 1 May 2016 at the latest. The deadline will be 1 July 2016. The idea for these »Research Workshops« builds on WISC’s Exploratory Workshops and similar events sponsored by ISA and EISA.

Deadlines: The initial deadlines been extended in order to enable more colleagues to organize such sections and panels or prepare paper submission. The new deadlines are as follows:

15 April 2016 (new): Deadline for submissions of sections
1 May 2016 (new): »Call for Research Workshop Proposals«
1 June 2016 (new): Deadline for submissions of panels, roundtables, and papers
1 July 2016 (new): Deadline for Research Workshop Proposals
1 October 2016: Latest date for communicating acceptance/rejection decisions
1-3 April 2017: 5th Global International Studies Conference, Taipei

A limited number of travel grants will be available. WISC’s Rules for Travel Grants apply.

For the 5th Global International Studies Conference 2017 in Taiwan those scholars will receive preferential treatment that succeed in organizing thematically focused »sections« (normally consisting of between five and ten panels and roundtables; for details see the »Call for Sections, Panels and Papers«). This applies especially to (a) scholars from countries with low salaries and/or low budget institutions; (b) graduate students/PhD candidates; and (c) junior scholars whose institutions may not provide travel support.

 

  1. Sprecher_innen-Team

Prof. Dr. Margit Bussmann (geschäftsführend 2017/18)
Universität Greifswald
Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft
Baderstraße 6/7
17489 Greifswald
Tel.: 03834-86 3160
E-mail: bussmann@uni-greifswald.de

Prof. Dr. Klaus Schlichte (geschäftsführend 2016/17)
Universität Bremen, InIIS
Postfach 330440
28334 Bremen
Tel.: 0421-21867482
E-mail: kschlich@uni-bremen.de

Prof. Dr. Stephan Stetter (geschäftsführend 2015/16)
Institut für Politikwissenschaft
Universität der Bundeswehr München
Werner-Heisenberg-Weg 39
85577 Neubiberg
Tel.: 089-6004-3175
E-mail: stephan.stetter@unibw.de

 

  1. Nachwuchssprecher_innen

Dr. Andreas Kruck
Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft
Oettingenstraße 67
80538 München
Tel: +49 (0) 89 2180 9054
Email: andreas.kruck@gsi.uni-muenchen.de

Dr. Gabi Schlag
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Politikwissenschaft
Zschokkestr. 32
39104 Magdeburg
Tel.: +49 (0) 391 6756804
Email: gabi.schlag@ovgu.de