Jun
18

Aus der neuen zib: Rechtfertigungen ernst nehmen! Syrien und das Veto im UN-Sicherheitsrat

 

Von Holger Niemann

Seit 2011 ist der UN-Sicherheitsrat aufgrund von Vetos nicht in der Lage, aktiv in den syrischen Bürgerkrieg einzugreifen. Zwei Gründe sprechen dafür, die Rechtfertigungen dieser Vetos ernst zu nehmen: Erstens trägt eine Analyse von Rechtfertigungen zum Verständnis der sozialen Konstitution des Sicherheitsrats bei. Zweitens können Rechtfertigungen zur Politisierung der Situation genutzt werden, um von allen Beteiligten Gründe für das Versagen des gesamten Sicherheitsrats in der Syrien-Krise einzufordern. In diesem Blogbeitrag bezieht Holger Niemann die Überlegungen aus seinem Beitrag im neuen zib-Heft auf die aktuellen „Praktiken der Rechtfertigung im UN-Sicherheitsrat“.

Jun
8

Inhalt der zib 1/2018

 

Liebe Leserinnen und Leser,

im Frühlingsheft 2018 erwarten uns wieder vier Aufsätze, darunter der mit dem Best-Paper-Award ausgezeichnete Beitrag von Mitja Sienknecht. Außerdem freuen wir uns auf das Forum zu Fragen der Datenerhebung und -transparenz, das im Nachgang einer Tagung der IB-Sektion in Greifswald entstanden ist. Einen Einblick in den gesamten Inhalt finden Sie hier:

 

Apr
30

Mitteilungen der DVPW-Sektion Internationale Beziehungen

 

  1. Mitgliederversammlung beim DVPW-Kongress in Frankfurt

Die Mitgliederversammlung der Sektion »Internationale Beziehungen« findet am Mittwoch, 26. September 2018 von 12:30 bis 14:00 Uhr in Frankfurt statt. Auf Wunsch der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) wird sich die Sektion bei dieser Versammlung eine Geschäftsordnung sowie eine Wahlordnung geben. Weitere Informationen folgen zeitnah über unseren Verteiler.

 

Apr
3

Editorial der zib 1/2018

 

von Christopher Daase und Nicole Deitelhoff

 

Es ist mal wieder soweit: Die alljährliche Karawane setzt sich in Bewegung Richtung Nordamerika zur Jahrestagung der International Studies Association (ISA). San Francisco ist für die Karawane eine vergleichsweise attraktive Oase, aber auch weniger interessante Orte ziehen jedes Jahr hunderte deutsche IBler über den Atlantik. Der ökologische Fußabdruck, den diese Karawane hinterlässt, dürfte beträchtlich sein.

Wie lässt sich diese Wanderbewegung Jahr für Jahr erklären?

Feb
9

Best Paper Award für „Entgrenzte Konfliktkommunikation“

 

Das beste Paper der Bremer Sektionstagung 2017 ist Dr. Mitja Sienknechts „Entgrenzte Konfliktkommunikation – Zum Aufbau von Kommunikationsstrukturen von nichtstaatlichen Konfliktparteien ins weltpolitische System“. Die zib-Redaktion und der IB-Sektionsvorstand freuen sich, den Beitrag im kommenden zib-Heft (Juni 2018) zu lesen.

Dr. Mitja Sienknecht ist derzeit am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) tätig. Sie konzipiert innerstaatliche Konflikte als Kommunikationssysteme, die zunehmend Internationale Organisationen adressieren. Diese Entgrenzung analysiert die Autorin anhand einer Einzelfallstudie über den Türkei-PKK-Konflikt in Bezug auf die Europäische Union.

Der Best Paper Award wird vom Sprecherteam der DVPW-Sektion „Internationale Beziehungen“ und der zib-Redaktion an deutschsprachige Beiträge der IB-Sektionstagungen vergeben. Die Entscheidung basiert auf einem doppelt anonymisierten externen Begutachtungsverfahren nach zib-Standards.

 

Jan
16

„Kein Grund zur Beunruhigung“ – Replik auf die Replik von Axel Heck

 

von Daniel Göler und Lukas Zech

 

Wir freuen uns sehr, dass unser Beitrag „»Füße still« und »keine Beunruhigung zuhause«. Eine filmpolitologische Analyse zur strategischen Kultur in Deutschland“ in der zib 2/2017 die Debatte über Filme in den IB weiter angestoßen hat – genau das war, neben der inhaltlichen Zielsetzung, unsere Intention. Einige Kritikpunkte aus der Replik von Axel Heck auf dem zib-Blog möchten wir hier aufgreifen, um die Herangehensweise unseres Beitrags zu verdeutlichen.

 

Dez
4

Die neue zib: Blockbuster, Bundeswehr und IB

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die neue zib ist draußen – und mit ihr, neben drei anderen spannenden Texten, auch ein Beitrag der filmpolitologischen Analyse zur strategischen Kultur in Deutschland. In einer Blog-Replik diskutiert Axel Heck Potenziale und Herausforderungen einer solchen empirischen Arbeit – beides finden Sie jetzt online hier auf dem Blog bzw. in der E-Library des Nomos-Verlags.

Viel Spaß beim Lesen und Diskutieren,

die zib-Redaktion

 

Nov
7

Inhalt der zib 2/2017

 

Liebe Leserinnen und Leser,

bald erscheint das neue zib-Heft, und mit ihm vier innovative Vollaufsätze:

 Daniel Göler/Lukas Zech:
»Füße still« und »keine Beunruhigung Zuhause«. Eine filmpolitologische Analyse zur strategischen Kultur in Deutschland

Hanna Pfeifer/Michael Reder:
»Ich schwöre euch, dieses Land in Syrien ist barakah, Segen pur«. Postmodernes Nachdenken über Religion und dāʿish-Bekennervideos

Can Büyükbay/Deniz Ertin:
EU-Skeptizismus am Bosporus? Argumentative Strategien innerhalb der türkischen Zivilgesellschaft zum EU-Beitritt der Türkei

Caroline Kärger/Janet Kursawe/Daniel Lambach:
Von Agenten, Akteuren und Strukturen in den Internationalen Beziehungen. Konturen einer empirischen Agency-Forschung

 

Die zib 2/2017 – ab Ende November online!

Ihre zib-Redaktion

 

Okt
16

Fritz-Thyssen-Preis für sozialwissenschaftliche Aufsätze

 

Liebe zib-Autor*innen und die, die es werden wollen,

 

die zib wurde erfreulicherweise in den Kreis der Zeitschriften aufgenommen, die für den „Preis der Fritz Thyssen Stiftung für sozialwissenschaftliche Aufsätze“ berücksichtigt werden. Ab dem laufenden Jahrgang kann die zib-Redaktion daher der interdisplinären Preis-Jury jährlich einen bereits veröffentlichten zib-Aufsatz vorschlagen, der bei der Preisvergabe berücksichtigt wird. Mehr über den Preis, mit dem „der Zeitschriftenaufsatz als Mittel der wissenschaftlichen Kommunikation hervorgehoben werden“ soll, finden Sie hier.

Übrigens: Seit einiger Zeit schon wird zudem jährlich einer der in der zib publizierten Aufsätze an das Journal World Political Science (WPS) vermittelt, sodass dort eine englische Übersetzung veröffentlicht werden kann.

Sie sehen also: Einreichen lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Wir freuen uns auf Ihre Manuskripte!

Beste Grüße,

die zib-Redaktion

 

Okt
2

Editorial der zib 2/2017: Populismus und Lüge. Wissenschaft in Bedrängnis

 

Christopher Daase/Nicole Deitelhoff

 

Die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland (AfD) haben viele von uns erschüttert; sie sind nicht zuletzt deswegen bedenklich, weil Populismus die Wissenschaft bedroht. Der gegenwärtige Aufschwung rechtspopulistischer Bewegungen in Europa und den USA ist unübersehbar. In Polen und Ungarn sind rechtspopulistische bzw. rechtsnationale Regierungen an der Macht; in den Niederlanden, in Frankreich, in Großbritannien und Deutschland haben rechtspopulistische Bewegungen zuletzt große Erfolge erzielt.

Dabei eint diese Bewegungen eine grundsätzliche Kritik an der liberalen demokratischen Ordnung. Sie lehnen internationale Normen sowie Institutionen und nicht zuletzt die Europäische Union ab. Sie verlangen eine Abschottung der Gesellschaften nach außen und bestreiten liberale Grundrechte nach innen. Häufig haben sie eine xenophobe, bisweilen auch offen rassistische Ausrichtung. Im Kern aber eint sie ihr Anspruch, für »das Volk« zu sprechen und ihm die Macht zurückzubringen, die ihm von korrupten Eliten entrissen wurde (vgl. Müller 2016).